Mittwoch 07.05.2019



Tag drei unseres London-Kurztrips und zudem der Tag, auf den wir uns am meisten gefreut haben. Hierzu schreibe ich einen seperaten Bericht, da es sonst den Rahmen des anderen "normalen" Berichts sprengen w├╝rde und es vielleicht auch Leser gibt, die das eher weniger interessiert. Damit diejenigen nicht extra etliche Abs├Ątze ├╝berspringen m├╝ssen, halte ich es lieber so, das ist einfacher. Zudem wollte ich den Lesern, die selbst mal die Tour erleben m├Âchten die M├Âglichkeit geben, selbst zu entscheiden, ob sie sich schon vorher einen Eindruck verschaffen oder nicht gespoilert werden wollen. Dieser Bericht ist z.B. f├╝r diejenigen gedacht, die selbst schon einmal dort waren, sich zur├╝ckerinnern oder einfach die Meinung eines anderen lesen wollen oder auch f├╝r jene, die nicht die Chance haben, je dorthin zu kommen. Auf jeden Fall werde ich viele Fotos anf├╝gen, wer also nicht zur Tour gespoilert werden will, der sei gewarnt und schlie├če bitte jetzt diese Seite :D


Alle anderen d├╝rfen jetzt weiterlesen wenn sie m├Âchten.

*Tief Luft holt und weit ausholt* Aaaaalso. Am Mittwochmorgen w├Ąhrend unseren London-Aufenthalts haben Vanessa und ich uns wie jeden Tag fertig gemacht, sind runter zum Fr├╝hst├╝ck gegangen und haben die Taschen f├╝r den Ausflug gepackt. Unsere beiden Schals/Schale (wie hei├čt es denn nun? Klingt beides seltsam) durften dabei nat├╝rlich nicht fehlen. Vanessa hat ihren Hufflepuff- und ich meinen Slytherinschal getragen. Um 14 Uhr sollte uns ein extra zur Tour geh├Âriger Bus an einer Haltestalle in der N├Ąhe des Bahnhofs Kings Cross abholen, bis dahin haben wir uns noch ein wenig die Zeit auf dem Zimmer vertrieben und sind ein wenig fr├╝her aufgebrochen, damit wir mehr als p├╝nktlich an der Haltestelle waren. Der Bus sollte ja unter keinen Umst├Ąnden ohne uns abfahren! Schon am Vortag hatten wir uns rund um den Bahnhof und uns explizit nach dieser Haltestelle umgesehen, damit wir sie am Mittwoch nicht zu suchen brauchten.

An der Haltestelle mussten wir noch ein bisschen warten, bis zur Ankunft des Busses hatten wir noch f├╝nfzehn Minuten Zeit. In diesen f├╝nfzehn Minuten kamen erfreulicherweise zwei typische englische Bobbys (so nennt man die Polizisten in England) vorbei, mit denen ich so gerne ein Foto haben wollte. Am Vortag haben wir schon welche gesehen, aber ich habe mich nicht getraut, sie anzusprechen. Drei sehr nette Kanadier, die mit uns an der Haltestelle gewartet haben (Ein Ehepaar mit ihrer Tochter) wollten dann zum Gl├╝ck auch ein Foto mit den beiden und im Gegensatz zu mir hatte sich die Mutter getraut, die beiden anzusprechen. Die Chance habe ich sofort ergriffen und die beiden Bobbys ebenfalls um ein Foto gefragt. Die M├Ąnner waren total nett, genau wie die Kanadier, die Vanessa gefragt haben, ob sie sich nicht auf das Foto gesellen wolle und mit ihrem Handy das Foto f├╝r uns gemacht haben. Vanessa ziert sich immer ein bisschen, erst wollte sie gar nicht, erst als sogar die Polizisten sie ermutigt haben, hat sie sich dazu gestellt. In solchen Situationen muss man sie immer ein bisschen zu ihrem Gl├╝ck zwingen und ich glaube im Nachhinein war sie froh, auch ein Foto mit den beiden Bobbys zu haben. Das hat n├Ąmlich nicht jeder und sie h├Ątte es bestimmt bereut, wenn sie die Chance nicht genutzt h├Ątte.

Nachdem wir Vanessa dann zu ihrem Gl├╝ck gen├Âtigt hatten, kamen mehr und mehr Menschen zur Haltestelle, um auf den Bus zu warten. Darunter viele Personen von denen man gar nicht erwarten w├╝rde, dass sie sich f├╝r Harry Potter interessieren. Da sieht man mal wieder, wie viele unterschiedliche Menschen die Buch- und Filmreihe begeistern kann. P├╝nktlich war der Bus zu unserem Leidwesen leider nicht ganz, was wohl daran lag, dass er sich erst durch den dichten Londoner Verkehr k├Ąmpfen musste. Mit zwanzig Minuten Versp├Ątung kam er schlie├člich um die Ecke und das waren genau zwanzig Minuten, die uns gegen Ende der Tour leider gefehlt hatten. Aber dazu sp├Ąter mehr.

Ein Herr ist ausgestiegen, hat unsere Tickets kontrolliert und wir durften in den Doppeldeckerbus einsteigen, dessen Au├čenh├╝lle komplett mit Harry Potter Motiven verziert und mehr als gut zu erkennen war. Da wir noch nie mit einem Doppeldecker gefahren sind, dachten wir uns: Setzen wir uns mal oben hin. Also Treppe rauf und am Fenster Platz genommen. Ganz schlechte Idee, wie ich w├Ąhrend der Fahrt festgestellt habe. Nach ca. zehn Minuten wurde auf kleinen Monitoren, die im Bus verteilt waren, Harry Potter und der Stein der Weisen angespielt, quasi als Unterhaltungsprogramm. Den Film konnte ich allerdings nicht genie├čen, denn nach besagten zehn Minuten ist mir richtig ├╝bel geworden. Schon seit Verlassen des Flugzeugs am Sonntag war mir ├╝ber die ganzen letzten Tage hinweg so schwummrig und mulmig, die Fahrt zu den Studio Tours, die eine Fahrtstunde au├čerhalb von London lagen, hat mich dann ein bisschen gekillt.

Ich hatte schon Angst, mich ├╝bergeben zu m├╝ssen und viel hat auch nicht mehr gefehlt, da kamen wir Gott sei Dank am Zielort an. Vielleicht lag es daran, dass wir im oberen Abteil gesessen haben, in dem es ein wenig schaukeliger ist, als im Unteren oder es war noch der Rest der vergangenen Tage, der mir auf den Magen geschlagen ist. Ich wei├č es nicht. Jedenfalls sind wir nix wie raus aus dem Bus und haben uns der Menge angeschlossen, die hin├╝ber zu dem Geb├Ąude lief. Letzteres sah wie eine dieser riesigen Lagerhallen aus, die man von Speditionsunternehmen kennt. Von Au├čen sogar recht unspektakul├Ąr in blassgelb gehalten, nur am Eingang prangte klar und deutlich der Schriftzug The Making of Harry Potter - Warner Brothers Studio Tour. Im Innern des Geb├Ąudes angelangt standen wir in einer gro├čen Eingangshalle, wo sich auch Toiletten befanden. Danach musste man eine Sicherheitsschleuse passieren, wo die Taschen kontrolliert wurden und man die Arme f├╝r den Metalldetektor ausstrecken durfte. Fast h├Ątte man meinen k├Ânnen, man h├Ątte ein Parlamentsgeb├Ąude betreten, so gesichert, wie das dort war. Das kannten wir bisher nur aus Madame Tussauds, dem Wachsfigurenkabinett, eine Art Museum. Aber da die Studio Tour auch eine Art von Museum ist und da dort sogar die Originalkost├╝me und Requisiten aus dem Film stehen, kann man die strenge Kontrolle sehr gut nachvollziehen.



Nachdem wir den Kontrollbereich passiert hatten, kamen wir in eine weitere gro├če Halle, geschm├╝ckt mit Kinoplakaten der Filme ringsrum an den W├Ąnden und einem riesigen Drachen -genauer gesagt einem Ukrainischem Eisenbauch-, der von der Decke hing. Begr├╝├čt wurde man nat├╝rlich von dem Filmsoundtrack, der von den W├Ąnden hallte. Am Ende der Halle gab es zudem einen Caféteria-Bereich, wo man es sich nach der Anreise schon vor Tourbeginn erst einmal gutgehen lassen konnte. Auch der Essbereich war mit allerlei Filmbekannten Dingen geschm├╝ckt, wie z.B. einer gro├čen Karte des Rumtreibers mit angrenzenden schwebenden Kerzen auf der rechten H├Ąlfte und einem mit der Aufmachung einer aufgeklappten Schokofrosch-Verpackung ├╝berdachten Ecke, wo man Eis oder hei├če Getr├Ąnke bestellen konnte. Auf den Bereich haben wir verzichtet, weil wir schon ganz neugierig auf die Tour waren und uns auch sofort in eine lange Schlange eingereiht haben, die sich vor dem eigentlichen Eingang zum Rundgang gebildet hatte. Da hie├č es erst einmal abwarten und ein bisschen Geduld mitbringen, da es langsam voran ging.

Erste Informationen zur Entstehung des Filmes waren an den Seitenw├Ąnden zu lesen und mit Harrys "Zimmer", dem Schrank unter der Treppe auch das erste kleine Set zu sehen. Da wurde nat├╝rlich schon geknippst, was das Zeug hielt, lange aufhalten konnte man sich dort allerdings nicht, weil sich die Reihe ja stetig fortbewegt hat. Immer nur eine bestimmte Anzahl von Leuten, die genau von einer Dame abgez├Ąhlt wurde, erhielt Einlass zu einem Bereich hinter einer kleinen Absperrung, damit es nicht zu ├╝berf├╝llt war. Allzu lang warten mussten Vanessa und ich nicht, da durften auch wir den Bereich betreten.

Auch hier waren Plakate von allen sieben bzw. acht wenn man es genau nimmt, an den W├Ąnden angebracht, die sich teilweise durch Effekte erzielt leicht bewegten oder das Motiv wechselten. Vor Betreten des nachfolgendes Raums wurden wir alle gebeten, Kameras und Handys wegzupacken, da das Filmen in diesem Bereich nicht erlaubt war. Das haben wir dann auch brav gemacht, eine Doppelt├╝r wurde ge├Âffnet und wir wurden in einen Raum geleitet, wo eine Videovorf├╝hrung gezeigt wurde. Einerseits verschiedenste Personen, die erkl├Ąrten, was ihnen Harry Potter bedeutete, andererseits ein paar Worte von J.K. Rowling h├Âchstpers├Ânlich und schlie├člich Sicherheitshinweise und einige Verhaltensregeln, die sehr am├╝sant von James und Oliver Phelps zum Besten gegeben wurden. Die beiden kennt ihr nat├╝rlich, falls nicht: Es sind die Schauspieler der Weasley-Zwillinge.

Nach dem Willkommenhei├č ging es in den n├Ąchsten Raum, eine Art Kino. Und sp├Ątestens hier war dann klar, weshalb wir zuvor abgez├Ąhlt worden sind. Damit n├Ąmlich jeder einen Sitzplatz bekommt. Zur Einf├╝hrung lief ein kleiner Film ├╝ber die Entstehung von Harry Potter mit ersten Informationen und Abschlussworten von Daniel Radcliffe, Rupert Grint und Emma Watson, das sind nat├╝rlich die Darsteller von Harry, Ron und Hermine. Das auf der Leinwand gezeigte Tor zur Gro├čen Halle in Hogwarts ging nahtlos in den Anfang der Tour ├╝ber, indem die Leinwand sich pl├Âtzlich nach oben bewegte und den Zutritt zum n├Ąchsten Raum freigab.

Vor uns lag das tats├Ąchliche Tor zur Gro├čen Halle und somit auch dem eigentlich Start der Tour. Eine Dame hat in die Menge gefragt, ob denn jemand heute Geburtstag habe, voraufhin eine Frau vortrat. Ihr geb├╝hrte die Ehre, das Tor aufzusto├čen und allein das zur Seite gleiten der T├╝ren war ein sch├Âner Moment, denn sie gaben den Blick auf die dahinter liegende Gro├če Halle frei.


Alles st├╝rmte regelrecht hinein, um Fotos zu machen und die Kulisse sah wirklich genauso aus wie im Film. Die langen Tische zu beiden Seiten der Halle, auf denen goldene Becher, Geschirr und kleine Karaffen mit Eberdeckel aufgebaut waren; die Roben der Sch├╝ler einzelner H├Ąuser auf Schaufensterpuppen ausgestellt; die detailreichen H├Ąuserwappen; die steinernen Gargoyles mit Feuerschalen an den W├Ąnden; ein Kamin mit knisterndem Feuer; die Stundengl├Ąser und der Lehrerbereich am hinteren Ende der Halle mit deren Kost├╝men. Man hatte die M├Âglichkeit, etliche Fotos zu machen und dann durch eine Seitent├╝r den n├Ąchsten Bereich zu betreten. Ab hier durften wir uns frei bewegen und selbst das Tempo bestimmen.


Es gab Infotafeln zu den Produzenten, Screenwritern, Directors und sonstigen Mitwirkenden Personen und Bildercollagen zum Entstehungsprozess bzw. Behind-the-Scenes-Fotos. Nachfolgend die Kost├╝me und das Modell eines Eis-Schlosses vom Weihnachtsball in Der Feuerkelch mitsamt dazugeh├Âriger Setdekoration; weitere festliche Kleidung, die im Verlauf der Filme zu unterschiedlichen Gelegenheiten getragen wurden; Per├╝cken und Schmuck; einen massigen gusseisernen Kessel auf einem Feuer mit dar├╝ber angebrachten Portraits verschiedenster Hexen Zauberer; die vielen rauschenden Wasserh├Ąhne aus dem Bad der Vetrauenssch├╝ler; die Nachbildung einer sich bewegenden Treppe und eine Wand voll von Professor Umbridge aufgestellten Regeln, die man aus Der Orden des Ph├Ânix kennt.

Zwischendrin waren immer wieder Monitore angebracht, auf denen zus├Ątzliches "Hinter den Kulissen"-Material in Videoform ablief, was man sich allerdings kaum anschauen konnte, da man st├Ąndig die imagin├Ąre Uhr im Kopf ticken h├Ârte, die einen zum Weitergehen veranlasste.

Ich denke, um sich all das sch├Âne gesammelte Material zumindest teilweise ansehen zu k├Ânnen, m├╝sste man die Tour direkt nach ├ľffnung der Filmstudios betreten und selbst dann h├Ątte man wahrscheinlich nicht genug Zeit. Um wirklich alles zu sehen und zu erleben, braucht es vermutlich mehrere Besuche der Tour. Wenn man alles schon kennt, kann man sich mal in Ruhe vor einen der Fernseher stellen und die laufenden Beitr├Ąge anh├Âren, aber beim Erstbesuch ist das kaum m├Âglich. Von den ganzen neuen Eindr├╝cken ist man ohnehin schon ├╝berw├Ąltigt und man hat nur im Kopf: Hoffentlich schaffe ich es, alles zu sehen, bevor der letzte Bus um 20.00 Uhr drau├čen abf├Ąhrt.

Aufgrund dessen sind wir zum n├Ąchsten Areal gegangen, wo es den Gemeinschafts-und Schlafraum der Gryffindors, das schwingende Pendel der gro├čen Uhr, den Spiegel Nerhegeb, das Portrait der Fetten Dame, die Nachbildung eines Korridors aus dem Tropfenden Kessels, das Kost├╝m mit Geierhut von Nevilles Gro├čmutter f├╝r Snape aus Der Gefangene von Askaban, s├Ąmtliche Zauberst├Ąbe unterschiedlicher Charaktere und verschiedenste Requisiten wie etwa einen hohen Turm aus gestapelten B├╝chern zu entdecken gab.

Weiter ging es mit dem Trimagischen Pokal und einer Glasvitrine voller Kleinigkeiten wie etwa dem Stein der Weisen oder einem goldenen Schnatz. Darauf folgten Professor Slughorns verziertes Stundenglas, der h├Âlzerne Feuerkelch, Professor Moodys vielschichtiger Koffer und auch Professor Lupins B├╝ro samt Koffer, der sich bei Ausl├Âsen einer Vorrichtung schier wie von selbst aus- und auch wieder zusammenpackte.

Beim Weitergehen traf man auf die Kost├╝me des Quidditch-Teams von Gryffindor und der dazugeh├Ârigen Kiste mit sportlichem Equipment wie dem Klatscher oder den Quaffel, der T├╝r zur Kammer des Schreckens, dem Eingang zum Hochsicherheitsverlie├č Nummer 713 und Hagrids H├╝tte, vor der man auch ein Foto in einer bereitgestellten Kulisse machen konnte.

Daneben konnte man eine kleine Aktivit├Ąt ausf├╝hren, sich zu einem Besen stellen, die Hand ausstrecken und zusehen, wie er nach den Worten "Auf" quasi wie von selbst in die H├Âhe zur ausgestreckten Hand steigt. Das war ganz niedlich gemacht. Verpasst habe ich leider Dumbledores B├╝ro. Ich glaube ich war zu sehr mit dem Filmen besch├Ąftigt und habe es total ├╝bersehen, jedenfalls kenne ich es nur von Vanessas Fotos her. Sehr gut. Einfach mal fett vorbeigelaufen :ugly:


Im weiteren Verlauf gab es bei den Spezialeffekten ein Modell des blauen Ford Anglia der Weasleys, der durch eine elektronisch gesteuerte Peitschende Weide traktiert wurde, den Schienenwagen aus den Gringottsverlie├čen und Sirius fliegendes Motorrad mit Beiwagen. Au├čerdem ein Verschwindekabinett, die Hand des Ruhms nebst anderen Kuriosit├Ąten aus Borgin und Burkes in der Nokturngasse und die Masken der Todesser.


 

 

Im Ministeriums-Bereich war ein St├╝ck des giftgr├╝n-schwarzen Steinkorridors mit Goldelementen nachgebaut, davor die Kost├╝me verschiedenster Ministeriumsleute.

 

Zudem konnte man durch die Fenster einiger hoch oben liegenden B├╝ros sehen, ehe man sich auch vor dem B├╝ro von Professor Umbridge wiederfand, das in knalligem pink sofort ins Auge fiel. Das war nat├╝rlich auch genau so, wie man es aus dem Film kennt. Pink-wei├če Steinmauer mit Katzenbildern, einem antiken Schreibtisch nebst pink bepolstertem Stuhl, einigen Arbeitsutensilien und einem kleinen Teeservice. Dazu passend alle ihre rosa Kost├╝me, die Professor Umbridge im Film getragen hat. Sch├Ân waren generell die ganzen Details, die man an den Kost├╝men sehen konnte und die im Film nicht richtig zur Geltung kommen (k├Ânnen).
 



Aus den Heiligt├╝mern des Todes Teil 1 war die Todesser-Versammlung im Haus der Malfoys am langen Tisch dargestellt, wo es dann auch nochmal alle Kost├╝me der Todesser nebst de von Charity Burbage zu sehen gab. Letzere hing wie in der betreffenden Filmszene in der Schwebe, vor ihr eine in Angriffsstellung ├╝bergehende Nagini.

In der Mitte des Bereichs stand das Grab von Tom Riddle aus dem vierten Film, das mit dem steinernen, gefl├╝gelten Sensenmann echt richtig was her gemacht hat, es sah echt imposant aus!

Ein Highlight war auch Professor Slughorns und Snapes Unterrichtsraum f├╝r Zaubertr├Ąnke mit all den Flaschen, Reagenzgl├Ąsern und kleinen Apparaturen. Hinten im Raum standen Regale voll Zutaten in Glasbeh├Ąltern, alt wirkenden Etiketten und auf den Tischen standen Kessel, die sich wie von selbst umr├╝hrten. Die Bilder hierzu sind ein gutes Beispiel f├╝r die Liebe zum Detail, die in den verschiedenen Sets steckt.

 

Diese kleinen "├ťberraschungen" wie ich sie jetzt mal nenne, gab es ├╝brigens auch in der K├╝che der Weasleys, die man sich mit darin platzierten Kost├╝men aller Familienmitglieder ansehen konnte. In der Sp├╝le hat sich eine Pfanne bei Ber├╝hrung eines Bildschirms schier selbst abgewaschen, ein Messer hat von selbst Gem├╝se geschnitten, ein B├╝geleisen von selbst geb├╝gelt und die Stricknadeln von Molly wie von selbst an einem Schal gestrickt. Die K├╝che der Weasleys war ├╝brigens auch eines meiner Lieblingssets w├Ąhrend der Tour, eben weil man hier kleine ├ťberraschungen ausl├Âsen konnte wie schon bei Lupins Koffer und den ganzen Details, die darin stecken.


Vorbei am Grabstein Tom Riddles ging es dann auf die schmiedeeiserne Eingangspforte des Verbotenen Walds zu, wo es sehr dunkel war und durch Nebelmaschinen f├╝r passende Stimmung gesorgt wurde.

An einem Zentaur vorbei bog man um die Ecke und fand sich auf einer Lichtung mit Spinnennetzen wieder, wo nach einem Donnergrollen und einem Blitz gro├če, haarige Acromantulas mit schwarzen Augen sich fauchend von der Decke aus auf die umliegenden Baumst├Ąmme abseilten. F├╝r Spinnenphobiker oder Epileptiker, die das Blitzlicht nicht vertragen gab es extra einen Seitenpfad zum Abk├╝rzen der Route und Vermeiden des Spinnenbereichs, auf den am Anfang der Tour hingewiesen worden war. Ein paar Leute haben den auch in Anspruch genommen.

Auch Aragog, der Vater der Acromantulaschar im Verbotenen Wald konnte man sehen, wenn man etwas Geduld mitbrachte, denn der hat sich nur in einem bestimmten Zeitraum zwischen dem Donnergrollen und den Blitzen in einer verborgenen Nische gezeigt. Zur linken gab es auf dem weiteren Pfad Seidenschnabel mit pr├Ąchtigem Federkleid zu bestaunen, der den Kopf heben und senken konnte. Die Federn sahen so weich und samtig aus, dass man ihn am liebsten gestreichelt h├Ątte.



Nach dem Verbotenen Wald gab es den ersten von insgesamt drei Shops, wo man sein Geld ausgeben konnte. K├Ąuflich zu erwerben gab es dort Pl├╝schtiere von Kr├Ątze, Seidenschnabel, Acromantulas oder Fang, Tassen und T-shirts mit Patroniaufdrucken, Zauberst├Ąbe aller Filmcharaktere und anderem Merchandise wie Schl├╝sselanh├Ąnger und kleinerem Zubeh├Âr. In den Regalen lagen auch ganz tolle schnappende Nachahmungen des Monsterbuchs der Monster, die ich im Shop gesucht, sie aber nicht gefunden habe. Daraufhin bin ich zur Verk├Ąuferin gegangen und habe mich zu den B├╝chern erkundigt, laut ihr gab es die wohl im Shop am Ende der Tour zu kaufen, also bin ich erstmal weitergegangen, ohne etwas zu kaufen. Vanessa hat sich in dem Shop den Zauberstab von Fred Weasley gekauft.


Direkt vom Forbiddon Forest Shop aus gelangte man auf den Bahnhof Kings Cross zum Gleis Neundreiviertel und das war schon ein besonderer Anblick. Man hat sich gef├╝hlt, als w├Ąre man geradewegs in den Film marschiert. Auf der linken Seite die scharlachrote, prunkvolle Dampflock, die auf den Gleisen stand und ab und zu Ger├Ąusche oder auch Dampf ausgesto├čen hat. Rechts die in die W├Ąnde eingelassenen Gep├Ąckwagen und die typischen Backsteinmauern zu beiden Seiten. Ein Foto vor dem Hogwartsexpress war schon fast Pflicht, das haben wir auch als erstes gemacht, bevor wir dann zu einem der drei Gep├Ąckwagen gegangen sind. Das Tor zur magischen Welt ist wohl das beliebteste Motiv der ganzen Tour. Vor uns waren noch einige andere Personen mit dem Fotografieren an der Reihe, darunter eine Gruppe junger Spanierinnen, die sich beim Fotografieren ├╝berhaupt keine M├╝he gegeben haben. Es schien, als wollen sie so schnell wie m├Âglich ein Bild machen und dann weiterrennen. Sie haben nicht einmal kontrolliert, ob das Foto der Freundin ├╝berhaupt etwas geworden ist, sondern sind sofort losgehastet. Das ist mir etwas unverst├Ąndlich, da hat man schon die Gelegenheit, ein Foto mit dieser besonderen Kulisse zu machen  und dann sowas. Man m├Âchte doch auch, dass das Bild sch├Ân wird, so eine Gelegenheit bekommt man schlie├člich nicht alle Tage. Ich wette, die ├Ąrgern sich, sobald sie sich Zuhause die Fotos anschauen, die halb verwackelt sind. Naja, jeder wie er mag. Wir haben jedenfalls darauf geachtet, dass kein st├Ârendes Abflussrohr oder die Person am Nebenwagen zu sehen sind und dass das Schild zum Gleis Neundreiviertel gut zu erkennen ist. Ich bin sehr zufrieden mit meinem Foto!


Gleich neben den in die Wand eingelassenen Gep├Ącktrolleys war der Shop am Gleis Neundreiviertel zu finden, indem man nochmal ordentlich nach Merchandise st├Âbern konnte. Vor dem Laden war obendrein ein S├╝├čigkeitenwagen vollbeladen mit Schlemmerreien aus dem Honigtopf. Darunter Schokofr├Âsche, Bertie Botts Bohnen, Schokoladenm├╝nzen, Schokolade in einer Schachtelaufmachung von Explodierenden Bonbons, Zischenden Wissbies oder Pfefferminzfr├Âsche, Fudge, Butter Toffees, Zitronenbonbons oder S├╝├čigkeitenketten. Hier wollte ich mir eigentlich Schokofr├Âsche kaufen, aber das habe ich auf das Ende der Tour verschoben, da die hier ausgestellten alle schon verbeult und eingedellt waren, weil irgendwelche Leute sie grob behandelt haben. Die sch├Ânen Schokofr├Âsche... allesamt l├Ądiert, weil zu fest auf ihnen herumgedr├╝ckt wurde. Das tat mir echt leid. Stattdessen habe ich mir eine Box der Toffees mitgenommen. Nein, nicht zum Essen, sondern zum Dekozweck. Ja, ich und meine Deko, lasst mich. :grin:



Nach dem Kauf der S├╝├čwaren sind wir noch einmal auf die linke Seite gewechselt, wo man ├╝ber eine Treppe den Hogwartsexpress betreten konnte. Die Abteile waren mit Hab und Gut der Hogwartssch├╝ler best├╝ckt. Auf den Polstern lagen Kleidungsst├╝cke, Schulb├╝cher, Tagespropheten, S├╝├čigkeiten und Vogelk├Ąfige, auf den Gep├Ąckablagen lagen Koffer und es gab sogar ein Abteil mit vereisten Scheiben wie beim Auftauchen eines Dementors. Am letzten Abteil mit einer aufgebauten Szene von Harry und Ron war in einer kleinen Nische auch der originale Servierwagen/S├╝├čigkeitenwagen aus dem Film geparkt. Wenn man von dort aus nach rechts ging, konnte man sogar eine nachgestellte Zugfahrt vor einem Greenscreen erleben, bei der man schauspielerisch t├Ątig werden musste. Zuerst haben wir den anderen bei dem Erlebnis zugesehen, dann haben wir uns selbst mal hineingetraut. Man konnte dem vorbeifliegenden Auto der Weasleys zuwinken, durfte einen Schokofrosch versuchen zu fangen und musste auf einen Dementor reagieren, der pl├Âtzlich an der Scheibe auftauchte. Das waren kleine Filmausschnitte, die eingespielt wurden. Die ganze Zeit ├╝ber wurde man w├Ąhrendessen mit einer Kamera gefilmt.  Den Spa├č konnte man in Videoform zus├Ątzlich mit Fotos an einem nachfolgenden Stand auf einem USB Stick erwerben. Haben wir auch gemacht. Einfach weil es lustig war und eine nette Erinnerung ist, wir sind ja keine Oscarnominierten Schauspieler, um es zu zeigen, ist es daher zu peinlich *hust* :grin:


Vor dem Stand, an dem man sich seine Fotos und Videos abholen konnte, stand auch noch ein Regal mit lauter f├╝r den Film verwendeten Papierkram wie Dokumente, Bucheinb├Ąnde, Fahndungsplakate, Werbeanzeigen, Briefe, Memos vom Zaubereiministerium in Papierfliegerform oder sonstigen Repliken. Oh und gleich daneben dann noch ein Regal mit dem Sortiment von Weasleys Zauberhafte Zauberscherze, das mit den grellbunten Farben sofort ins Auge gestochen ist.



 
Nach dem Bahnhof Gleis Neundreiviertel konnte man die erste Pause machen, die Zeit vergeht w├Ąhrend der Tour ├╝brigens wie im Flug und wir befanden uns jetzt genau auf der H├Ąlfte der Tour. Man merkt gar nicht, dass schon einige Stunden rum sind und ist erschrocken, wenn man auf die Uhr sieht. Zur St├Ąrkung haben wir uns eine kleine Mahlzeit in Form von Sandwiches mit Ei gekauft. Vanessa hat Wasser getrunken, ich wollte unbedingt das angebotene Butterbier probieren. Das gab es entweder in einem herk├Âmlichen Wegwerf-Plastikbecher wie man ihn von Partys kennt, einer etwas teureren Souvenir-Version in Form eines Humpens oder der teuersten Version in Form eines richtigen Kruges, die ich unbedingt haben musste. Wenn schon, denn schon. Der Krug macht was her auf Bildern!

 


 

Zum Geschmack... hmmm... Auf jeden Fall war es leicht kohlens├Ąurehaltig mit einer cremigen Schicht oben drauf. Ich kann das gar nicht richtig beschreiben, weil ich noch nie etwas ├Ąhnliches getrunken habe. Es war sehr sehr s├╝├č, dieses sahne├Ąhnliche Topping hat irgendwie so ein bisschen wie diese Campino-Bonbons geschmeckt. Kennt ihr die? Ich mag die leider gar nicht und fand auch das Butterbier demtentsprechend sehr ├Ąhm... gew├Âhnungsbed├╝rftig. F├╝r mich war es zu s├╝├č, das kohlens├Ąurehaltige Getr├Ąnk selbst ging noch, aber das Topping war schon echt fies. Wobei es den anderen Leuten um uns herum zugesagt hat, ein paar haben sich noch einen zweiten Becher geordert, also wird es an mir gelegen haben. Bin eh etwas pingelig, was Essen und Trinken angeht, deshalb hat Vanessa gn├Ądigerweise den Rest ausgetrunken. Ich hab die Zutaten des hier angebotenen Butterbiers mal im Internet recherchiert und da stand "Butterscotch-Geschmack". Butterscotch habe ich noch nie getrunken, ich trinke ja kein Alkohol, deshalb kann ich nicht beurteilen, ob das stimmt. Es hatte auch ein kleines bisschen etwas von Vanille, finde ich. Egal, hauptsache ich hatte den Becher! Den kann man mit nach Hause nehmen und nochmal verwerten



Wenn man im Essbereich durch die angrenzenden Fenster geschaut hat, konnte man bereits den nachfolgenden Au├čenbereich der Tour sehen - Das Haus der Dursleys zum Beispiel. Nach dem Essen sind wir sofort weitergezogen, denn die Uhr tickte ja unweigerlich. Neben den steinernen Schachfiguren aus dem ersten Film gab es noch den Fahrenden Ritter, das ramponierte, fluchgesch├Ądigte Haus der Potters, das genannte Haus der Dursleys, einen Teil der h├Âlzernen Br├╝cke von Hogwarts und nochmal das Auto der Weasleys und Sirius Motorrad, in denen man jetzt sogar Fotos machen konnte.

Gl├╝cklicherweise haben wir drau├čen die drei Kanadier wiedergetroffen, die gleich angeboten haben, einige Fotos von uns in den Fahrzeugen zu machen. Die waren so lieb, auch auf der R├╝ckfahrt und an der Haltestelle haben wir uns noch ein wenig mit ihnen unterhalten. In dem Au├čenbereich hat dann ein Balken meiner guten Nikon-Kamera rot geblinkt, da habe ich schon schlimmes bef├╝rchtet. Der Akku war durch das h├Ąufige Ein-und Ausschalten und dem vielen Filmen arg aufgebraucht. Und das, obwohl noch so viele Bereiche folgen sollten. Also hie├č es von da an sparsam sein mit dem Akku.


Im Haus der Dursleys sind im Wohzimmer unz├Ąhlige Briefe herumgeflogen, an den W├Ąnden hingen Familienbilder von Petunia, Vernon und Dudley und au├čerdem eine Urkunde von letzterem, die ihm zum best├Ąndigen Aufessen seines Mittagessens gratuliert. Da mussten wir lachen, es war wieder so ein Detail, das man nur wahrnimmt, wenn man sich alles genau anschaut und nicht einfach durchrennt. Im Haus der Dursleys hat sich leider meine Kamera verabschiedet, sie lie├č sich nichtmal mehr einschalten.

Nach dem Au├čenbereich ging es wieder zur├╝ck in die Halle, wo verschiedene Prosthetics aus Silikon und Requisiten ausgestellt waren, die vom Art Department gemacht wurden. Masken von Kobolden, Tante Magdas aufgeblasenes Kost├╝m, verschiedenste Kreaturen wie Meermenschen, Thestrale, Grindelohs, den Grimm, das Monsterbuch der Monster, Kreacher, Dobby, Fawkes, ein Ungarischer Hornschwanz, Dementoren, das Skelett des Basilisken, aber auch Pflanzen wie Alraunen konnte man ausgiebig begutachten. Auch Aragog hing in einer Ecke der Decke, sehr zur Freude der Spinnenphobiker. In einem Schaukaste stand eine bewegliche Hedwig, eine bewegliche Alraune und sogar die verk├╝mmerte Version von Voldemort aus dem letzten Film, die sich ganz mitleiderregend gekr├╝mmt hat.

 


Und dann, ja... dann ging es in die Winkelgasse. Man, was habe ich mich ge├Ąrgert. Das war das Set, auf das ich mich im Vorfeld am meisten gefreut hatte, vor lauter Aufregung und ├╝berw├Ąltigenden Eindr├╝cken aber leider w├Ąhrend der Tour vergessen habe. Ich habe total verpennt, dass ja noch die Winkelgasse kommt, die hatte ich ├╝berhaupt nicht mehr auf dem Schirm und ausgerechnet da hatte ich keine Kamera mehr. Aber gut, alles ├Ąrgern half nat├╝rlich nichts, zum Gl├╝ck hatte Vanessa noch ihr Handy, mit dem hat sie dann flei├čig Bilder gemacht und im Nachhinein stelle ich fest, dass ihre Handykamera trotz schlechter Lichtverh├Ąltnisse echt super Ergebnisse zustande gebracht hat! Wir kamen nat├╝rlich nicht umhin, vor Weasleys Zauberhafte Zauberscherze Fotos zu machen, das war auch eines meiner pers├Ânlichen Highlights der Tour, weil die Zwillinge meine Liblingscharaktere aus Harry Potter sind. Dicht gefolgt von Remus Lupin, Molly Weasley und Bellatrix Lestrange, der irren Schreckschraube :ugly:

 


Zu unserem Vorteil war der Gro├čteil der Leute schon fertig mit der Tour, wodurch wir viel Platz f├╝r Fotos in der Winkelgasse hatten, nur vereinzelte Personen liefen dort noch herum. Der Nachteil daran war, dass wir jetzt stark unter Zeitdruck standen und durch die Angst bedingt, nicht mehr fertig zu werden oder keine Zeit mehr f├╝r den Shop am Ende zu haben, regelrecht durch die letzten Bereiche durchgeflitzt sind. Dazu geh├Ârte auch die Winkelgasse, in der man gerne noch l├Ąnger geblieben w├Ąre, denn die war echt toll mit den ganzen nachgebauten Gesch├Ąften.

Ein neu angef├╝gter Bereich der Tour war die Zaubererbank Gringotts, auch die sah wieder gro├čartig aus mit den schweren Kristallleuchtern an der Decke, den ganzen Kobolden an den Schaltern und dem originalgetreuen Marmorboden und -s├Ąulen. Hier sind wir abermals auf die drei Kanadier getroffen, offenbar waren wir doch nicht die Letzten. In einem Nebenraum gab es dann nochmal eine ├ťberraschung. Aufgebaut war das Set der mit Tr├╝mmern ├╝bers├Ąten Gringotts-Bank. ├ťber eingest├╝rzte S├Ąulen hinweg hatte man freie Sicht auf eine Leinwand, die so in das Set integriert war, dass sie fast darin verschwand. Zu h├Âren waren dumpfe, donnernde Ger├Ąusche und man konnte erahnen, dass gleich etwas Gro├čes kommen w├╝rde. Und tats├Ąchlich! Inmitten des Nebels tauchte der Ukrainische Eisenbauch aus den Tiefen der Bank auf, verschnaufte kurz und kam nach einem unheilverk├╝ndenem Knurren auf uns Zuschauer zugerannt. Es gab eine Feuerwolke, Rauch stob aus den umliegenden Nebelmaschinen und rundete das Spektakel ab. Ich hoffe, ich schaffe es, das Video dazu hochzuladen, Vanessa hat die kleine Zusatz-Show gefilmt.

 

In den letzten R├Ąumen konnte man sich noch die nachgebildeten Papiermodelle von Hogwarts und dem umliegenden Gel├Ąnde oder auch das Schiff der Durmstrangs anschauen, was Vanessa und ich jedoch nicht gemacht haben. Vor lauter Angst, nicht mehr genug Zeit zu haben, sind wir durch diese kleine Abteilung durchgehastet und haben sie quasi ├╝bersprungen, weil wir sie als nicht ganz so wichtig und entbehrlich empfanden. Schande ├╝ber uns, aber gut, es war wirklich kurz vor Toreschluss. Kr├Ânender Abschluss der Tour war ein riesiges Modell von Hogwarts, das per Lichthebel in einen Tag- oder Nachtmodus versetzt werden konnte. Der Raum wurde daraufhin dunkel und das Geb├Ąude aus s├Ąmtlichen Fenstern und T├╝ren beleuchtet, das sah sehr sch├Ân aus.


Danach folgte nur noch der Shop am Ende der Tour, aber was hei├čt "nur noch". Da gab es soooo viele sch├Âne Sachen, da haben wir mit Geld nur so um uns geworfen, von dem wir dankenswerterweise einiges mitgenommen hatten. Vorahnung und so. Durch einen Raum mit bis zur Decke gestapelten Zauberstabschachteln im Stil von Ollivanders, auf deren Etiketten alle Namen derjenigen standen, die an den Filmen mitgewirkt haben (auch wieder sehr liebevoll gemacht und ein tolle Idee), ging es dort hinein. Und hier gab es echt alles, was das Herz begehrt. Ich z├Ąhle jetzt mal nicht auf, was es dort alles zu kaufen gab, denn auch das w├╝rde wieder den Rahmen sprengen und man kann es sich au├čerdem auf der Internetseite der Warner Brothers Studio Tour ansehen. Dort gibt es auch einen Shop mit einer Vielzahl an Dingen, die vor Ort zu kaufen waren. In weiser Voraussicht habe ich mir einen Einkaufskorb geschnappt, was letztendlich eine gute Idee war. Darin gelandet sind:

- Eine Tasse mit dem Motiv der Karte des Rumtreibers. (Und nein, keine die erst das Motiv zeigt, sobald man ein hei├čes Getr├Ąnk hineinsch├╝ttet, also ohne Thermoeffekt.)
- Ein Modell des Ford Anglia der Weasleys. (Das will ich an durchsichtigem Angelfaden von meiner Zimmerdecke schweben lassen.)
- Der Schrumpfkopf, der bei Dr├╝cken eines Knopfes auf der Unterseite in Originalton die Spr├╝che aus dem Film zum Besten gibt. (Der kommt an den R├╝ckspiegel meines Autos.)
- Zwei Schokofr├Âsche.
- Und eine h├╝bsche, gut verarbeitete Anstecknadel mit dem Wappen aller vier Hogwartsh├Ąuser.

Jetzt, wo ich alles aufz├Ąhle, klingt das total wenig

Da ich sie im Forbidden Forest Shop nicht finden konnte, habe ich nach dem Tipp der Verk├Ąuferin nat├╝rlich auch nach dem Monster Buch der Monster Ausschau gehalten. Aber egal, wo ich gesucht habe - es gab keines. Wie der Zufall es so wollte, kam in dem Moment die Verk├Ąuferin aus dem Forbidden-Forest Shop an mir vorbei. Sie war blo├č auf der Durchreise, da ihr Laden ja schon Feierabend gemacht hatte, aber ich dachte: Komm, frag sie nochmal, du f├Ąhrst nicht ohne das Buch weg. Die Verk├Ąuferin war sehr nett, sie hat sich umgesehen, auch keines gefunden und meinte dann, ich solle kurz warten, sie schaut mal eben etwas nach. Als sie kurz darauf wiederkam, hatte sie eines der B├╝cher dabei und hat es mir gegeben, da war ich so froh, das glaubt ihr gar nicht! Das wollte ich unbedingt haben und jetzt konnte ich es kaufen! Wuuu! Ab damit in den Einkaufswagen und zur Kasse, wo Vanessa und ich uns beide noch zus├Ątzlich eine stabile Plastiktragetasche mit Motiv der Karte des Rumtreibers und viel Stauraum gekauft haben.

Mit den vollen T├╝ten ging es dann nichts wie ab zur Bushaltestelle nach drau├čen, wo dann wenig sp├Ąter unser Bus abfuhr. Diesmal haben wir uns in die untere Etage gesetzt, wo mir erst viiiel sp├Ąter leicht ├╝bel geworden ist, n├Ąmlich erst nach dreiviertel der Strecke. Da war es dann auch egal, zumal ich nach der Tour so gut drauf war, dass mir nichts die Laune h├Ątte verderben k├Ânnen. Ein junger Mann allerdings musste auf der R├╝ckfahrt schon fr├╝hzeitig aussteigen, nachdem er die Begleitperson nach einer Kotzt├╝te gefragt hatte. Er hat es nicht mehr ausgehalten der arme Tropf, nach der Hinfahrt konnte ich ihn gut verstehen. Dass ich am Ende des Tages ├╝bergl├╝cklich ins Bett gefallen und selig eingeschlafen bin, brauche ich wohl nicht zu erw├Ąhnen.

Die Studio Tour war mit Abstand das Highlight der viert├Ątigen Reise und hat sich sowas von gelohnt! Die k├Ânnte ich mir auch noch mehrmals anschauen, weil es dort noch so vieles zu entdecken gibt. Falls ihr je die Chance habt, dorthin zu kommen oder noch unsicher seid und ├╝berlegt - macht es! Ihr werdet es defintiv nicht bereuen. Falls ihr noch Fragen zu der Tour oder im Allgemeinen, Lob, Kritik und Anregungen habt oder ihr einfach ├╝ber Harry Potter/andere Themen plaudern wollt, dann scheut euch nicht, mir zu schreiben. Traut euch! :)

  Die Mailadresse ist wie immer die hier:  titanica@eclipso.de 


 

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