Gerade kommen meine Freundin und ich frisch aus dem Urlaub zur├╝ck und von der Autobahn, da habe ich schon den Koffer ausgepackt und setze mich an diesen Bericht hier. Ich versuche ihn so schnell wie m├Âglich abzutippen, damit ich auch nichts vergesse, was bei meinem schwachen Denkapparat leider des ├Âfteren geschieht. Der Bericht soll nicht nur dazu dienen, euch einen kleinen Einblick in meinen Urlaub zu gew├Ąhren, sondern auch dazu, ihn in Textform abzuspeichern, falls ich mich irgendwann nicht mehr daran erinnern kann. Hier ist er also, der Bericht zu unserem Ostseeurlaub in Timmendorfer Strand. Ganz kurz vorab: Der Urlaub ging von Montag dem 28.08.2017 bis zum 01.09.2017. Timmendorfer Strand ist eine Gemeinde in Schleswig Holstein, also hoch im Norden Deutschlands und unsere Unterkunft war das Vier-Sterne-Hotel "Romantik Hotel Fuchsbau", das nah am Meer liegt und sich die vier Sterne wirklich verdient hat. Aber beginnen wir von Vorn.

Im Koffer sind bei der Abreise trotz Packliste mal wieder viel mehr Kleidungsst├╝cke gelandet, als man eigentlich gebraucht h├Ątte, aber das ist wohl ein allgemein bekanntes Problem und auch meine Freundin Vanessa hatte ein paar Teile zu viel dabei. Frei nach dem Motto "Lieber zu viel, als zu wenig" haben wir meinen Koffer in den Kofferraum ihres Autos gewuchtet und ihre Reisetasche samt zus├Ątzlicher T├╝te mit Verpflegung f├╝r die Fahrt auf den R├╝cksitz verfrachtet. Da mein kleiner KIA nicht f├╝r die Autobahn gemacht und zudem nicht mehr der J├╝ngste ist, haben wir Vanessas Wagen genommen, der sich angenehm leicht fahren l├Ąsst und mehr PS unter der Haube hat, als man von ihm erwarten w├╝rde. Auf der R├╝ckfahrt habe ich die Leistung mal getestet,  ordentlich den Motor freigepustet und ihn stolze 180km/h auf die Bahn bringen lassen. Ihr seht, ein gutes Gef├Ąhrt f├╝r eine Reise hatte wir in jedem Fall schonmal dabei.

Montagmorgen um 8.00 Uhr hat Vanessa mich abgeholt, wir haben das Gep├Ąck verladen, ich mich auf den Fahrersitz geschwungen und los ging es. Gl├╝cklicherweise hatten wir kein einziges Mal Stau, ein oder zweimal vielleicht kurzzeitig stockenden Verkehr, aber das war es auch schon. Durch Niedersachsen ging es hoch nach Schleswig-Holstein zum Zielort Timmendorfer Strand, nach viereinhalb Stunden Fahrt sind wir schlie├člich angekommen. Da wir erst um 15.00 Uhr einchecken konnten, haben wir beschlossen, erst einmal die Umgebung zu erkunden und zu Fu├č in den n├Ąchsten Ort aufzubrechen. H├Ątten wir vorher gewusst, wie lang man dorthin laufen muss, h├Ątten wir definitiv das Auto genommen, aber nach der langen Fahrt war es nicht schlecht, sich ein wenig die F├╝├če zu vertreten. Andere Urlauber oder Anwohner kamen uns auf dem Weg keine entgegen, die Gegend wirkte ziemlich still. An der Kurpromenade nahe der Meeresk├╝ste haben wir in in einem Restaurant namens "Gosch" Currywurst und Pommes zu Mittag gegessen und nebenbei die restlichen Urlauber gefunden, die tummelten sich n├Ąmlich alle an der Kurpromenade. Bei 7,90€ f├╝r die Mahlzeit und 2,90€ f├╝r die Cola war das Mittagessen ein nicht gerade g├╝nstiges Vergn├╝gen, die Portion war nicht gr├Â├čer als ├╝brig, was den hohen Preis gerechtfertigt h├Ątte, noch hat sie besser geschmeckt. Die Pommes waren etwas laff gew├╝rzt, die Currywurst daf├╝r aber lecker und mit Salat angerichtet. Nach dem Bestellen hat man ein kleines Rundes Ger├Ąt mit erhalten, das ich so auch noch nie zuvor gesehen habe. Man musste es mit zum Tisch nehmen und sobald es zu blinken begonnen hat, konnte man sich vorne am Thresen seinen Teller abholen.



Nachdem wir uns gest├Ąrkt haben, haben wir an einem Brunnen vorbeischwimmende Enten und M├Âwen begutachtet und sind sp├Ąter mit Rucks├Ącken auf dem R├╝cken ├╝ber die Promenade geschlendert. Die Gesch├Ąfte bestanden gr├Â├čtenteils aus teuren Privatboutiquen, deren Angebote nicht in unserer Preisklasse lagen, aus Souvenirl├Ąden, Eisdielen, Cafe´s oder Gastst├Ątten. Speisen und Getr├Ąnke sind dort ungemein teuer, weshalb es uns Richtung Strand gezogen hat. Dort fiel uns direkt ein Schild ins Auge, dass eine Geb├╝hr von 3,00€ f├╝r das Betreten des Strands forderte, also haben wir uns den Strand samt vieler Strandk├Ârbe blo├č aus der Ferne angesehen und sind zugegebenerma├čen leicht entt├Ąuscht weitergezogen. Erst sp├Ąter im Hotel haben wir herausgefunden, dass unser Urlaub zwei Scheine enth├Ąlt, die das Betreten bestimmter Str├Ąnde m├Âglich machen.

 



Gegen 14.30 Uhr haben wir uns auf den R├╝ckweg gemacht, das Gep├Ąck aus dem geparkten Auto geholt und im Hotel eingecheckt. Eine freundliche Dame am Empfang hat uns auf unser Zimmer (Nummer 410) gef├╝hrt und wir waren sofort begeistert, denn es war ein erhofftes Zimmer mit gr├╝nen Akzenten. Es gab ein Doppelbett, gen├╝gend Stauraum f├╝r Kleidung, einen Sessel, einen Schreibtisch, einen Fernseher, eine Mini-Bar  und ein Bad mit Glasdusche. Sogar eine kleine Terasse gab es vor unserem Zimmer, da unser Zimmer ebenerdig lag. Nach wir die R├Ąumlichkeit betrachtet hatten, haben wir die mitgebrachten Getr├Ąnke in der gek├╝hlten Mini-Bar verstaut, uns umgezogen und sind gegen Abend nochmal zum Strand aufgebrochen, diesmal jedoch zu einem anderen, n├Ąmlich zum Brodtener Ufer. An der Steilk├╝ste konnte man tolle Fotos machen, wir sind quer ├╝ber den Strand bis zu den Steilk├╝sten marschiert, sind bis zum Sonnenuntergang dort geblieben, haben Muscheln gesammelt und die Landschaft genossen. Zur├╝ck im Hotel haben wir den Tag mit Scary Movie 1 ausklingen lassen, den wir uns auf einen der beiden mitgebrachten Laptops angeschaut haben.



Am Morgen von Tag zwei haben wir uns nach dem Umziehen im Speiseraum gefr├╝hst├╝ckt und uns dort schon den ersten "Fauxpas", wie ich ihn mal nennen m├Âchte, geleistet. Eigentlich war es keiner, aber nachdem wir uns an einen Tisch gesetzt und lange von einer ├Ąlteren Dame angestarrt wurden, wies sie uns darauf hin, dass wir uns doch lieber an einen der gedeckten Tische setzen sollten. Es war nicht die Tatsache, das sie es gesagt hat, denn das w├Ąre vollkommen in Ordnung gewesen, wir wussten n├Ąmlich nicht, dass die leeren Tische gerade erst abger├Ąumt geworden waren. Es war die Art und Weise, wie sie es gesagt hat. Mit einem s├╝ffisanten Ton in der Stimme und einem leicht sp├Âttischem L├Ącheln: "Wenn ich ihnen einen Tipp geben darf - setzen sie sich doch lieber an einen der gedeckten Tische." Ein falsch-freundliches Wimpernklimpern dazu und die Arroganz war perfekt. Eine Hotelangestellte, die uns bemerkt und den Kommentar der Dame geh├Ârt hatte, hat uns wissen lassen, dass es kein Problem sei und sie uns den Tisch eben eindecken w├╝rde, was sie dann auch gemacht hat. Wir konnten also sitzen bleiben, f├╝r´s n├Ąchste Mal wussten wir allerdings bescheid. :rolleyes:

Mit dem Teller in der Hand ging es zum Buffet, wo es wirklich reichlich Auswahl gab. S├Ąmtliche Sorten an Aufschnitt, K├Ąse, Marmelade, Joghurt, Orangensaft (standardm├Ą├čig oder sogar frische Orangen zum Auspressen), Multivitaminsaft, Fisch, Tomate-Mozarella, Gurken, Tomaten und sogar R├╝hrei nach Wunsch oder Waffeln konnte man sich von einem netten Herrn frisch zubereiten lassen. Nach einem Hei├čgetr├Ąnk wurde man am Tisch selbst gefragt, ich habe mir einen Latte Macchiato bestellt und man, war das ein gro├čes Glas. Latte Macchiato hatte ich schon ├Âfter getrunken, auf der Arbeit haben wir ja auch eine Kaffeemaschine, aber das Glas war fast doppelt so viel wie gewohnt. Lecker war es auf jeden Fall. Ein Zettel f├╝r die G├Ąste auf dem Tisch w├╝nschte uns einen sch├Ânen Tag und wies auf Wellnessprogramme, Veranstaltungen und Ausflugtipps in der N├Ąhe hin. Die Dame, die uns auf den Tisch hingewiesen hatte, hat sich w├Ąhrend des Fr├╝hst├╝cks ├╝brigens nochmal ├╝ber ihren nicht wohl temperierten (genau ihre Wortwahl) Kaffee beschwert. Manche Leute haben Sorgen...

Ges├Ąttigt und zufrieden sind Vanessa und ich auf´s Zimmer zur├╝ckgekehrt, da heute der w├Ąrmste Tag der Woche werden sollte, haben wir einen Ausflug zum Strand geplant, an dem wir ein paar Stunden lang in der Sonne gelegen und Fotos gemacht haben. Es war ziemlich warm, in der direkten Hitze habe ich es kaum ausgehalten, also habe ich mein Badetuch im Schatten eines Strandkorbs ausgebreitet und mich lieber dorthin gelegt. Aufgrund des Wetters war der Strand gut besucht, auch im Meer haben sich viele mit Tretbooten, Luftmatratzen oder Wasserrutschen vergn├╝gt. Vanessa und ich haben allerdings nicht gebadet, uns hat es gereicht, mit nackten F├╝├čen ein wenig durch die Wellen zu waten. Erstere hat sich vom langen Liegen in der Sonne einen Sonnenbrand an den Armen und den Schultern eingefangen, ich blasser K├Ąse bin zum Gl├╝ck nur leicht braun geworden und von einem Sonnenbrand verschont geblieben. Selbst im Schatten war es an dem Tag warm genug. Gegen 14.00 Uhr sind wir vom Strand weg ├╝ber die Kurpromenade gewandert, haben Souvenirs gekauft, Eis gegessen, den Hafen besucht, die ganzen luxuri├Âsen H├Ąuser bestaunt und uns nach einem Abendessen am Imbiss von Papa B├Ąr auf den Weg zur├╝ck zum Hotel gemacht. Zum Abschluss haben wir uns den zweiten Teil von Scary Movie auf dem Laptop angeschaut. Oh Halt, eins muss ich noch erz├Ąhlen, in einem der Souvenirshops hatte sich meine Freundin ein Flaschenschiff ausgesucht, als wir beide an der Kasse standen und ich mein Portemonaite z├╝cken wollte, habe ich ihr versehentlich eben jenes in der Schwungbewegung aus der Hand geschlagen. Nat├╝rlich habe ich mich sofort entschuldigt  und angefangen, die Scherben vom Boden aufzusammeln. Eine (wieder ├Ąltere) Dame, die auch angestanden und den Vorfall beobachtet hatte, hat mit unfreundlicher Miene angemerkt, dass unter meinem Rucksack, den ich auf den Boden gestellt hatte, auch noch eine Scherbe sei. An eben jener habe ich mir dann den Finger aufgeschnitten und es hat zu bluten begonnen. Anstatt etwas zu sagen oder sonst irgendwie zu helfen hat sie mir weiter dabei zugesehen, wie ich die anderen Scherben aufgehoben habe. Die Scherben habe ich der Verk├Ąuferin in ein Tuch ├╝berreicht, die mir ein Zewa in die Hand gedr├╝ckt und mich mit grimmiger Miene gefragt hat, ob das reiche. Nachdem sie mir den Preis f├╝r meine zuvor  auf den Thresen gelegte Muschel genannt hatte, habe ich noch nach dem Flaschenschiff gefragt, das wollte ich mitbezahlen. "Ne", war ihre Antwort, "das haben sie ja kaputt gemacht." Ich hab ihr gesagt, dass ich es selbstverst├Ąndlich bezahle, aber das war ihr auch wieder nicht recht und schlie├člich haben Vanessa und ich mit den gekauften Dingen den Laden verlassen.

In erster Linie habe ich mich schlecht gef├╝hlt wegen dem zerbrochenen Schiffchen, das Vanessa haben wollte (und wir sp├Ąter noch woanders gekauft haben, genau das Selbe), aber ich war ehrlich gesagt auch sauer auf die ganzen Menschen an diesem Ort. Es sind mit Sicherheit nicht alle, wir haben auch einige nette Leute (auch Verk├Ąufer) getroffen, aber ich wage zu behaupten, dass ein sehr gro├čer Teil der Bewohner vom Timmendorfer Strand einfach nur versnobt, selbstgef├Ąllig und voreingenommen gegen├╝ber Urlaubern sind. Speziell, wenn sie keine Markenkleidung oder edlen Schmuck tragen oder sie generell nicht in ihren Kram passen. Tr├Ągt man ein Strandkleid, wird man von oben herab angeschaut, tr├Ągt man Jeans und T-shirt, wird man von oben herab angeschaut und tr├Ągt man Dinge, die aus der Norm fallen, passiert es sowieso. Es sind nicht die J├╝ngeren, es ist die ├Ąltere Generation, von den J├╝ngeren oder von jungen Familien wurden wir auch nie so angeschaut, es waren ausnahmslos ├Ąltere Damen und Herren, die auf uns gestarrt haben, als w├Ąren wir irgendetwas ekliges unter ihrer Schuhsohle. Sowie auf der Kurpromenade, als auch im Hotel von den ├Ąlteren G├Ąsten.



In L├╝beck gab es wieder einen ganz anderen Schlag Menschen, das hat man sofort gemerkt und die Stadt war am dritten Tag auch unser Ausflugsziel. Wir wollten unbedingt das Holstentor von Nahem und mit eigenen Augen sehen. Einmal haben wir uns auf dem Weg ins Parkhaus verfahren, aber das war nicht weiter schlimm, denn alles Weitere war weit mehr als Entsch├Ądigung. Das Holstentor war gro├čartig, nicht nur von Au├čen, auch von Innen. Wir haben uns an der Torseite Tickets f├╝r die Ausstellung im Innern gekauft, in jeder Etage ging es per wendeltreppe hinauf in die T├╝rme des Tors, wo Schiffe von der Decke hingen, altert├╝mliche Folterinstrumente, Waffen, Kleidung, B├╝cher, Ger├Ąte und Modelle ausgestellt waren. Jedem, der sich das Holstentor anschauen m├Âchte, kann ich diese kleine Tour durch´s Innere wirklich empfehlen! Man sollte es genauso gesehen haben wie die Aussichtsplattform der St-Petri Kirche, die nicht weit ab liegt. Wir hatten erst gehadert, ob wir dort hinauf m├Âchten, weil es 4,50€ pro Person kostet und wir nicht viel davon erwartet hatten. Als wir oben in der Kirchturmspitze angekommen waren, waren wir jedoch total begeistert, von hier oben konnte man die ganze Stadt sehen und fotografieren, was h├Ątten wir uns ge├Ąrgert, wenn wir im Nachhinein erfahren h├Ątten, was es dort zu sehen gibt.

 


Ein Besuch in zwei gro├čen Marzipangesch├Ąften war in L├╝beck nat├╝rlich Pflicht, wir haben auch dort ein paar Souveniers f├╝r unsere Eltern und Geschwister gekauft. Es gab sogar Marzipantee oder Marzipanwein, wovon ich vorher noch nie etwas geh├Ârt habe. Nach einem kleinen Abstecher nach Douglas, wo ich mir drei Lippenstifte der Marke Nyx gekauft habe, nach denen ich schon lange gesucht habe, sind wir dann vom Laden vollpaf├╝miert zu einem Imbiss am Ende der Stra├če getrottet und haben uns einen sehr leckeren D├Âner gegessen. Wieder einmal haben wir einen Souvenirladen abgeklappert, Zeug gekauft und uns bei einem Edeka mit Getr├Ąnken ausgestattet. Mit vollbeladenen T├╝ten und Rucks├Ącken haben wir bei einem M├╝nzautomaten Andenk-Medaillen machen lassen (ich wei├č nicht, ob ihr schonmal davon geh├Ârt habt, deshalb f├╝ge ich mal ein Bild von einer solchen M├╝nze bei. Die werden aus F├╝nf-Cent-St├╝cken gemacht und durch zwei Stahlwalzen gedr├╝ckt) und sind schlie├člich zur├╝ck zum Parkhaus gelaufen. Gegen Abend haben wir in einer Gastst├Ątte erst eine Pizza f├╝r neun Euro vertilgt (teuer, aber wir hatten saum├Ą├čigen Hunger auf Pizza und da nichts anderes in der N├Ąhe war, haben wir es in Kauf genommen), Softeis an der Strandpromenade gegessen, sind bei Sonnenuntergang am Meer entlang gewatet, haben Muscheln gesucht und sind wieder zur├╝ck ins Hotel gefahren, als es dunkel geworden ist.

Den Donnerstag haben wir genutzt, um der im nahen Travem├╝nde anliegenden Passat einen Besuch abzustatten. Ein riesiger Viermaster, der dort vor Anker liegt und von unserer Richtung aus nur mit der F├Ąhre zu erreichen ist. Wir haben das Auto auf die F├Ąhre gefahren, sind ein paar Kilometer auf einen leeren Parkplatz gefahren und zu Fu├č weitergegangen. Das Wetter war im Gegensatz zu den anderen Tagen k├╝hl und windig, ich vermute mal deshalb waren kaum andere Touristen unterwegs. Das raue Wetter fand ich allerdings perfekt, denn in der Gischt der See lie├čen sich super Fotos schie├čen und genau das ist es, was die See ausmacht. Die Wellen haben gegen den Bug des Schiffes geschlagen und die M├Âwen haben hoch oben ├╝ber den Masten gekreischt oder sich am Anliegeplatz um Futter gestritten. Der Besuch des Schiffes hat sich mehr als gelohnt, der Eintritt war kaum der Rede wert und man hat f├╝r das Geld viel zu sehen bekommen. Als wir die Tour durch das Schiff beendet und die Ausstellung im Innern gesehen hatten, ist sp├Ąter noch spontan ein Akkordeonspieler an Deck aufgetaucht, der altdeutsche K├╝stenlieder zum Besten gegeben hat. Ein ├Ąlteres Ehepaar hat dazu angefangen zu tanzen, das war total s├╝├č. Ich hoffe, ich kann das Video, das ich davon gemacht habe, hier irgendwo im Bericht einf├╝gen, aber ich vermute, dass es nicht funktioniert, weil ich schon einmal versucht habe, ein Video einzuf├╝gen. Bilder f├╝ge ich aber auf jeden Fall an, sowohl von der Ausstellung als auch vom Schiff selbst. Es ist uns schon fast schwer gefallen, das Schiff hinter uns zu lassen und sich zu verabschieden, am liebsten w├Ąre ich an Bord geblieben und damit ├╝ber die Meere geschippert.

 

 


Am sp├Ąten Nachmittag kamen wir wieder am Hotel an, wo wir noch ein paar Stunden lang auf dem Bett herumgefaulenzt haben, bevor wir uns Gedanken ├╝ber das Abendessen gemacht haben. Da wir beide keine Fischbr├Âtchen mehr sehen konnten und auch keine s├╝ndhafte teuren Spaghetti f├╝r elf Euro bezahlen wollten, sind wir nach einem letzten Besuch am Strand einfach ├╝ber die Autobahn zum n├Ąchstgelegenen McDonald´s gefahren und haben uns dort etwas zu Essen geholt. Ich muss sagen es tat gut, mal wieder etwas anderes als Bratwurst im Br├Âtchen oder Fisch zu essen, selbst wenn es nur ungesundes Fastfood war. Mit den duftenden T├╝ten ging es zur├╝ck zu Hotel, wo wir uns am Laptop Armageddon zu Gem├╝te gef├╝hrt und das Essen verdr├╝ckt haben. Vanessa hatte den Film noch nicht gesehen, aber ich fand, das ist ein Muss, denn ich liebe den Film. Als der Abspann lief, haben wir bereits zum Gro├čteil die Koffer gepackt, damit wir Freitag p├╝nktlich auschecken konnten und nicht erst auf den letzten Dr├╝cker anfangen w├╝rden.

Nach dem Fr├╝hst├╝ck haben wir die Koffer zum Auto gebracht und wollten auschecken, als die Dame am Empfang uns noch um zehn Euro f├╝r die Kurtaxe bat. Das sind die Geb├╝hren f├╝r den Strand, von denen wir eigentlich angenommen hatten, sie schon bezahlt zu haben, weil sie doch inbegriffen waren. Pustekuchen. Fix bin ich zur├╝ck zum Auto gesprintet, habe das Portemonaite geholt und w├Ąhrend Vanessa eine wei├če Rose f├╝r jeden von uns als Abschiedsgeschenk erhalten hat, habe ich bezahlt. Und dann konnte es losgehen Richtung Heimat, wir waren beide zugegebenerma├čen froh, wieder nach Hause fahren zu k├Ânnen. Nicht, weil es uns nicht gefallen h├Ątte, nein, sondern weil man nach vier Tagen so ziemlich alles gesehen hat und wir uns auf die eigenen vier W├Ąnde gefreut haben.

Auf der R├╝ckfahrt hatten wir leider nicht so viel Gl├╝ck wie bei der Hinfahrt, denn wir sind dutzende Male in stockenden Verkehr geraten. Anfahren, stehen bleiben, anfahren, ein paar Meter vorw├Ąrtsrollen, stehen bleiben und warten, bis sich der Stau aufgedr├Âselt hatte. Die Durchschnittsgeschwindigkeit hatte ich aus diesem Grund diesmal h├Âher gesetzt, um m├Âglichst schnell Zuhause zu sein. Man war ich froh, als es letztendlich von der Autobahn runterging und wir wieder bekanntes Gebiet befahren haben. Nach f├╝nf Stunden Autobahn hat man irgendwann keine Lust mehr, gegen Ende war ich so m├╝de, dass der Hang zum Graben immer st├Ąrker zu erkennen wurde. Zuhause wurden dann erstmal die Koffer ausgepackt, die gekauften Souvenirs von meinem Bruder begutachtet und der Laptop gestartet, um diesen Bericht hier zu schreiben.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass es ein toller Urlaub war, wir viel Sch├Ânes gesehen haben und das Meer genie├čen durften. Ich freue mich jetzt schon auf den n├Ąchsten Urlaub, der hoffentlich nicht all zu lang auf sich warten l├Ąsst. :grin:

 


 

Nach oben